Zu Beginn der Feldsaison 2023 hatte die Faustballabteilung mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Einerseits mussten drei Ausfälle durch längerfristige Verletzungen und ein Abgang verkraftet werden, des Weiteren wurde eine Mitspielerin schwanger, sorgt somit für zukünftigen Faustballnachwuchs, und stand dadurch ebenfalls nicht zur Verfügung. Mit insgesamt fünf fehlenden Mitspieler*innen war die Personaldecke zur angehenden Faustballsaison sehr dünn. Da es sich bei den Spieler*innen auch noch die Schlagleute handelte durfte man zur Feldsaison von der Mannschaft nicht viel erwarten. Trotzdem trat die Faustballmannschaft wie im Jahr zuvor in der Gauliga/West mit einer Mix-Mannschaft an.

Die Feldsaison 2023 verlief durch die schon besagten Ausfälle sehr schwer an. Schon am ersten Spieltag trat das Team mit nur vier Spieler*innen, was der Mindestanzahl entspricht, an.

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Mix-Team am ersten Spieltag in der Feldsaison 2023 (v.l.n.r.): Philipp Eckardt, Petra Thaler-Kluge, Falk Grabert und Thomas Thaler.

In den nachfolgenden Spieltagen konnte das Team zum Glück stets mit voller Mannschaftstärke antreten. Die Ausbeute von nur einem Punkt war erwartbar und kam nicht überraschend. Zum Abschluss der Feldsaison trat die Mannschaft beim Jedermann-Turnier in Stuttgart-Stammheim an. Hierzu wurden auch Personen eingeladen, die mal Faustball spielen möchten. Es gab vier Interessent*innen, die dieser Einladung folgten.  Mit Ihnen erreichten die Faustballer*innen einen sehr guten fünften Platz. Zwei der vier Spieler*innen hatten schon Faustballerfahrung, diese beiden Spieler*innen blieben der Mannschaft erhalten und traten den TSF Ditzingen bei.

Durch die beiden Eintritte und durch die Rückkehr von langzeitverletzten Spieler*innen entspannte sich die Personaldecke zur Hallensaison 2023/24 deutlich. Wie zur Feldsaison traten die Faustballer*innen mit einem Mix-Team in der Gauliga/West an. Durch die Verstärkung von den neuen Spieler*innen und die Rückkehr von verletzten Spieler*innen wurde in der Hallensaison ein ordentliches Ergebnis erzielt. Mit 8 Punkten holten die Faustballer*innen sich deutlich mehr Punkte als am Anfang als Ziel (2 Punkte) ausgegeben wurde. Highlight in der Hallensaison war der Heimspieltag in der Sporthalle Heimerdingen am 18.02.2024, bei dem die meisten Punkte an einem Spieltag geholt werden konnten. 

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Es spielen im Mix-Team (v.l.n.r.):  Philipp Eckardt, Sandy Eckardt, Falk Grabert, Anni Keck, Patrick Stahl, Petra Thaler-Kluge, Sandra Drexler, Walter Rippl, Birgit Beck und Thomas Thaler. Es fehlen Ramona Klein, Kevin Hoppe und Oliver Schmauder. 

Neben den sportlichen Aktivitäten kamen aber auch die sozialen Aktivitäten nicht zu kurz. Neben der jährlichen Jahresabschlußfeier, inklusive einem eigenen digitalem TSF- und Faustballquiz, richtete die Faustballabteilung, zusammen mit der Handball- und Frauengymnastikabteilung, den TSF Stand auf dem Hafenscherbenfest aus. Bei bestem Wetter, einem vielfältigen kulinarischen Angebot und toller Stimmung wurde insgesamt ein tolles Ergebnis erzielt. 

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Walter Rippl (links) und Falk Grabert (rechts) am Grillauf dem Hafenscherbenfest

 

 

Am vergangenen Sonntag stand der dritte und letzte Spieltag der Gauliga West auf dem Programm. Ausgetragen wurde dieser in Grafenau mit denselben Kontrahenten wie an den ersten beiden Spieltagen und nach wie vor wurde in jeder Partie über zwei Sätze gespielt. Ziel des noch jungen Ditzinger Teams war es erneut, noch einmal voll anzugreifen und möglicherweise doch noch den einen oder anderen Punkt einzufahren.

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Sandy Eckardt in Erwartung an einen gegnerrische Angabe

 

Die Faustballmannschaft spielt wie in der vergangenen Feldsaison mit einer Mix-Mannschaft in der Männer 1 Gauliga.

 

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Mix Mannschaft in der Gauliga

Gegner in der Hallensaison sind der TSV Ebingen, TV Stammheim 4, TSV Gärtringen 3 und der TSV Grafenau. Der erste Spieltag in der fand am 20.11.2022 in Stammheim statt.

Am 11.12. stand der zweite Spieltag für die Faustball Mix Mannschaft in der Gauliga West an. Gespielt wurde in Gärtringen auf zwei Sätze, so dass neben eine 2:0 auch ein 1:1 als Spielergebnis möglich war. Unsere Gegner waren wie am ersten Spieltag der TSV Grafenau 4, der TSV Ebingen, der TV Stammheim 4 und der TSV Gärtringen 3.  

Angabe Falk

Falk Grabert bei der Angabe

2021 - ein Jahr im Zeichen des nachgeholten Jubiläums

Bereits im Jahr 2020 hatten die Faustballer ihr 100-jähriges Jubiläum, das aber leider – wie hinlänglich bekannt – Corona und seinen Folgen zum Opfer fiel. Umso schöner, dass sich das Ausharren und Weiterplanen gelohnt hat! Denn „nur“ um ein Jahr nach hinten verschoben, fand am Fronleichnams-Wochenende (03.-06.06.2021) der geplante Lehrgang der deutschen Damen-Nationalmannschaft auf dem Gelände der Lehmgrube statt.

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Fast wie geplant konnte er stattfinden, natürlich unter gewissen Corona-Vorgaben und täglichem Testen der deutschen Damen sowie Pausen und Essen im Freien – aber das wurde gern hingenommen. Denn immerhin konnten Trainerin Silke Eber und ihr Team so die deutschen Nationalspielerinnen zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen um sich versammeln und die Verfassung nach mehreren Monaten des individuellen Trainings und fast zweijähriger Länderspielpause in Augenschein nehmen. Nach einem ersten Lehrgang im bayerischen Segnitz fanden sie in der Lehmgrube beste Bedingungen vor – die Plätze waren in hervorragendem Zustand und der Bauhof hatte im Vorfeld alles wie gewünscht präpariert. Am Freitagabend konnte dann das lange geplante Event über die Bühne gehen: das Länderspiel des A-Nationalkaders gegen die besten Spielerinnen aus der Schweiz.

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Knapp 100 Zuschauer fanden zu den damals geltenden Hygiene-Bestimmungen den Weg auf die Lehmgrube zum ersten öffentlichen Event nach dem zweiten Lockdown (!) und ließen sich von einem packenden  Match der beiden Mannschaften gefangen nehmen. Zwar konnten die Eidgenössinnen nur geschwächt antreten (sie mussten auf ihre beiden Hauptschlägerinnen verzichten), der Spannung tat dies dennoch keinen Abbruch – beide Mannschaften zeigten, was in ihnen steckt und dass die bevorstehenden Weltmeisterschaften im österreichischen Grieskirchen ein sehr interessantes und spannendes Turnier werden würden. Letztendlich setzten sich die Spielerinnen um Sonja Pfrommer und Stephanie Dannecker aber klar mit 4:0 Sätzen gegen die Schweizer Damen durch. Neben diesem Sieg waren für uns als Veranstalter definitiv die vielen positiven Rückmeldungen von allen Seiten und das dicke Lob der deutschen Mannschaft für die Rahmenbedingungen, die Betreuung und die Durchführung des Länderspieles das größte Dankeschön. Und wir haben wieder einmal bewiesen, dass auch kleine Abteilungen Großes leisten können – wenn es ein gut abgestimmtes Planung- und Vorbereitungsteam gibt und die gesamte Abteilung so tatkräftig mitmacht, jeder seine Funktion mit Herz und Leidenschaft  ausfüllt und so zum Gelingen des „großen Ganzen“ beiträgt. Abschließend sei an dieser Stelle vermerkt, dass die deutschen Damen die Weltmeisterschaft Ende Juli in beeindruckender Manier mit 3:0 Sätzen gegen die Gastgeberinnen aus Österreich gewonnen haben.

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Darüber hinaus waren wir im vergangenen Sommer, als wir selber endlich wieder auf den Platz durften – natürlich immer unter den maßgeblichen Corona-Vorgaben – im Training aktiv. Allerdings ohne Spielbetrieb, der für den Sommer ja leider nochmals ausgesetzt wurde und auch der Tatsache geschuldet, dass wir derzeit aus verschiedenen Gründen sportlich ein wenig dezimiert sind. Gleiches gilt für das Training seit Herbst in der Halle – wir trainieren, halten uns fit. Für die kommende Sommersaison haben wir uns vorgenommen, mit einer gemischten Mannschaft auf Gau-Ebene wieder in den Spielbetrieb einzusteigen – immer abhängig auch davon, was umsetzbar ist.